Die Marktwirtschaft

Unter dem Begriff Marktwirtschaft wird eine Wirtschaftsordnung verstanden. Ihre Abläufe werden durch Märkte und Preismechanismen bestimmt. Hierbei werden die Preise dadurch gebildet, dass sich die Haushalts- und Unternehmenspläne angleichen und damit für einen ausgewogenen Preis sorgen, der sich möglichst frei bildet.

Was ist Marktwirtschaft

Die Rahmenbedingungen in der sich die Marktwirtschaft abspielt, werden von den einzelnen Staaten festgelegt. Sie erlassen Gesetze, die für die jeweilige Marktwirtschaft gültig sind und deren Möglichkeiten und Einschränkungen bestimmen. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen wird immer versucht, einen möglichst freien Wettbewerb zu schaffen. Der Staat stellt darüber hinaus öffentliche Güter zur Verfügung.
Die Marktwirtschaft ist durch Privateigentum gekennzeichnet. Zugleich sind Wettbewerbs-, Konsum- und Gewerbefreiheit weitere Zeichen für eine Marktwirtschaft. Weitere Kennzeichen sind die freie Arbeitsplatz- und Berufswahl. Insgesamt steht die Marktwirtschaft damit im Gegensatz zur Zentralverwaltungswirtschaft.

Der Hauptmechanismus der Marktwirtschaft

Eine Marktwirtschaft befindet sich immer im Gleichgewicht, wenn Angebot und Nachfrage gleich sind. Das bedeutet, dass das Angebot vollständig die Nachfrage deckt und deshalb weder ein Überschuss noch ein Mangel des Angebots vorliegt. Hauptinstrument um diesen Zustand herzustellen ist der Preis. Hier wird davon ausgegangen, dass die Käufer ein Angebot nur bis zu einem bestimmten Preis annehmen. Das bedeutet, dass der Preis automatisch sinkt, wenn das Angebot größer als die Nachfrage ist. Zugleich steigt der Preis, bis weniger Nachfrage vorhanden ist und damit ebenfalls ein Ausgleich geschaffen wird. Entsteht ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage, dann wird von einem Gleichgewichtspreis gesprochen. Die Menge des Angebots, das zu diesem Preis weder Überschuss noch Mangel zeigt, wird als Gleichgewichtsmenge bezeichnet. In der Praxis können weder Gleichgewichtspreis noch die Gleichgewichtsmenge erreicht werden. Es ist ausschließlich möglich, eine Annäherung an das Gleichgewicht zu erreichen.

Formen der Marktwirtschaft

Innerhalb der Marktwirtschaft lassen sich mehrere Formen unterscheiden, deren Hauptunterschied in der Ausgestaltung der Marktwirtschaft zu sehen ist. Neben der sozialen Marktwirtschaft gibt es die freie Marktwirtschaft sowie die sozialistische Marktwirtschaft. Die verschiedenen Formen greifen in unterschiedlichem Maß in die Vorgänge der Wirtschaft ein. Die soziale Marktwirtschaft hat den Vorteil, dass die Bevölkerung mit einem ausreichenden Maß an Gütern versorgt wird. Darüber hinaus sichert sie den Einzelnen in sozialer Hinsicht ab. Das oberste Ziel der sozialen Marktwirtschaft ist ein hoher Wohlstand, der mit sozialer Sicherheit kombiniert wird. Bei der freien Marktwirtschaft wirkt der Staat nur indirekt am Marktgeschehen mit. Diese Form geht davon aus, dass der Markt in der Lage ist, sich selbst zu organisieren, ohne dass der Staat regulierend eingreifen muss. Im Mittelpunkt steht deshalb das Eigeninteresse der Unternehmen und der Konsumenten. Die sozialistische Marktwirtschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass der Staat die Wirtschaft vollständig kontrolliert. Die Unternehmen sind in der Regel fest in staatlicher Hand. Die Produktionsmengen werden ebenfalls vom Staat vorgegeben. Innerhalb der sozialistischen Marktwirtschaft sind die herkömmlichen Marktmechanismen in der Regel kaum anzutreffen. Es besteht in vielen Fällen keine Annäherung von Angebot und Nachfrage. Der Gewinn steht im Hintergrund. Deshalb werden in der Regel keine Gleichgewichtspreise und Gleichgewichtsmengen angestrebt. Vielmehr folgt diese Wirtschaftsordnung der sozialistischen Idee, nach der alle Menschen gleich sind. Zudem haben alle Menschen die gleichen Möglichkeiten. Obwohl der Sozialismus und die sozialistische Marktwirtschaft eng miteinander verbunden sind, kann ein sozialistischer Staat auch eine soziale oder sogar freie Marktwirtschaft einführen.

Foto: ElenaR – Fotolia

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