Wo soll man sein Geld parken? Diese Frage stellen sich in Zeiten von Finanz- und Eurokrise besorgte Anleger. Manche flüchten in Gold und andere Edelmetalle. Doch weisen derartige Anlagen hohe Wertschwankungen auf, erzielen keine Zinsen und verursachen Depot- oder Lagerkosten. So ist derzeit das Tagesgeld wegen der täglichen Verfügbarkeit eine akzeptable Form für kurzfristige Anlagen, wenn zwei Hauptpunkte beachtet werden: Sicherheit und Rentabilität.
Die Sicherheit von Tagesgeldkonten
Insbesondere bei hohen Tagesgeldanlagen befällt die Anleger unwohle Erinnerungen an die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008, als einige bis dato sehr gut eingestufte Banken insolvent wurden. Viele Privatanleger haben seinerzeit Geld verloren. Inzwischen ist der Anlegerschutz vorangetrieben worden. In Deutschland besteht seit dem 01.01.2011 ein dreifacher Schutz für Privatanleger: Nach dem deutschen Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz sind Einlagen, also auch Tagesgeld, bis zur Höhe von 100.000 Euro pro Kunde gesichert. Eine ähnliche Regelung mit dem gleichen Maximalbetrag je Anleger gilt für alle Banken in der EU. Zusätzlich zu diesen beiden Schutzschirmen greifen die freiwilligen Sicherungen der Privatbanken, Sparkassen und der genossenschaftlichen Kreditinstitute. So schützt der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken die Guthaben von Kunden seiner Mitgliedsinstitute bis zur Höhe von 30 % des haftenden Eigenkapitals der Bank, und zwar je Kunde! Damit sind auch Großanleger generell in Millionenhöhe gesichert. Sparkassen und Genossenschaftsbanken entschädigen im Ernstfall in unbegrenzter Höhe.
Zur Rentabilität von Tagesgeld
Als Minimalzinssatz wird die Inflationsrate empfohlen. Diese liegt momentan bei über zwei Prozent. Um einen derart hohen Tagesgeldzinssatz erzielen zu können, lohnt sich ein Vergleich im Internet. Vordergründig schneiden die einschlägigen Direktbanken mit Zinssätzen von 2,3 bis 2,6 % pro Jahr am besten ab. Doch richten sich Aktionsangebote zumeist an Neukunden, also an solche Anleger, die in den letzten 6 Monaten nicht Kunde des betreffenden Anbieters waren. Interessenten sollten auch ein Auge auf Minimal- und Maximalanlagen werfen. Denn oft werden Beträge außerhalb der beworbenen Summen nur mittelmäßig verzinst. Besonders hohe Zinsen bieten Direktbanken in verpflichtender Kombination mit anderen Produkten, etwa Wertpapierdepots, an. Jeder Anleger sollte prüfen, ob der eine solche Produktkombination wünscht. Desgleichen ist der Zinseszinseffekt bei unterjährigen Zinsgutschriften zu berücksichtigen.
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